Impfung

Gebärmutterhalskrebs ist nach dem Brustkrebs der zweithäufigste Krebs der Frau. Der Gebärmutterhals ist dabei nicht selten mit HPV (Human-Pappiloma-Viren) infiziert. Die Infektion wird überwiegend sexuell übertragen, sie kann in seltenen Fällen chronisch werden und nach Jahren zu Krebs führen. 

 

Seit 2007 gilt daher in Deutschland die offizielle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Mädchen, sich gegen humane Papillomviren impfen zu lassen. Seit Ende 2014 sollen alle Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren geimpft werden mit nur zwei Impfungen mit 6 Monaten Abstand. Die Kosten dafür werden von der Krankenkasse übernommen. Die Impfung soll vor allem junge Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr vor einer Infektion schützen. Für Mädchen bis zum Volljährigwerden gilt: Impfen geht noch!! jedoch mit drei Impfungen.

 

Auch für ältere Frauen kommt eine Impfung in Frage, die Kosten für diese individuelle Gesundheitsleistung sind aber in den meisten Fällen selbst zu zahlen. Es gibt aber auch Ausnahmen, eine Anfrage bei der jeweiligen Krankenkasse lohnt sich daher in jedem Fall. 

 

Die HPV-Impfung besteht dann aus drei Einzelspritzen, die im Laufe eines halben Jahres verabreicht werden. Durch die Behandlung mit dem Impfstoff wird ein Schutz gegen die HP-Viren erzielt, der über mehrere Jahre anhält. 

 

Bitte beachten Sie: Die Impfung verhindert eine Ansteckung mit humanen Papillomviren, sie ersetzt jedoch keinesfalls die jährliche Krebs-Früherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt! 

 

Schützen Sie sich und Ihre Familie

Viele Krankheiten gelten heutzutage bei uns als „ausgerottet“ oder zumindest treten sie in den Industrienationen nur noch äußerst selten auf. Immer mehr Menschen halten es deshalb nicht mehr für nötig, sich dagegen impfen zu lassen. Doch die allgemeine „Impfmüdigkeit“ kann gravierende Folgen haben. Durch Kontakte zu fremden Ländern werden längst besiegt geglaubte Erreger wieder eingeschleppt und greifen um sich. Aber auch scheinbar „harmlose“ Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Masern oder Mumps können schlimme Folgen haben. 

 

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin (STIKO) empfiehlt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Impfung gegen folgende Infektionskrankheiten:

  • Diphtherie/Tetanus/Keuchhusten (Pertussis)/(Kinderlähmung (Poliomyelitis)) als Kombinationsimpfung
  • Haemophilus influenzae Typ b (Klein-Kinder)
  • Hepatitis B (Kinder)
  • Meningokokken (Kinder)
  • Masern, Mumps, Röteln als Kombinationsimpfstoff 
  • Windpocken (das sind Varizellen)
  • Pneumokokken
  • Human-Papilloma-Viren (HPV), für Mädchen und junge Frauen 
  • Influenza

Je nach Alter und Impfstatus beraten wir Sie, welche Impfungen bei Ihnen angeraten sind. Die Impfungen tragen wir in Ihren Impfausweis ein und informieren Sie über die Abstände, in denen eine Auffrischung nötig ist.